Dieses Video untersucht die emotionale Selbstverteidigung als wichtigen Hebel zur Prävention von Gewalt, insbesondere in der frühen Kindheit. Es zeigt, dass die ersten emotionalen Fähigkeiten schon sehr früh, schon im Kindergarten, und lange vor der Adoleszenz entwickelt werden können, im Gegensatz zu einer weit verbreiteten Vorstellung, die diese Lernprozesse auf spätere Altersstufen beschränkt.
Bei der emotionalen Selbstverteidigung geht es darum, Kindern und Jugendlichen beizubringen, ihre Gefühle zu erkennen, sie mit Worten statt mit gewalttätigen Gesten auszudrücken, klare Grenzen zu setzen und die Grenzen anderer zu respektieren. Anhand konkreter, altersgerechter Beispiele - von der Verbalisierung von Wut bei Kleinkindern bis zum Umgang mit sozialem Druck in der Pubertät - zeigt das Video, wie diese Fähigkeiten schrittweise und strukturiert trainiert werden können.
Diese Lernprozesse basieren auf der Entwicklung psychosozialer Kompetenzen: Selbstbewusstsein, Emotionsregulation, Empathie, Kommunikation und Konfliktlösung. Internationale Forschungsergebnisse und wissenschaftlich evaluierte Programme wie FRIENDS oder das Aggression Replacement Training zeigen, dass diese Ansätze aggressives Verhalten reduzieren, den Umgang mit Emotionen verbessern und die Beziehungsfähigkeit stärken.
Das Video betont, dass emotionale Selbstverteidigung nicht auf punktuelle Entspannungsübungen beschränkt ist, sondern eine echte Lebenskompetenz darstellt, die langfristig in der Schule mit ausgebildeten Erwachsenen integriert und von den Familien unterstützt werden muss. Wenn Kinder früh lernen, ein Unbehagen zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren, entwickeln sie einen echten emotionalen Schutzwall gegen Gewalt, der sowohl für sie selbst als auch für die Gesellschaft von Vorteil ist.