Dieses Video widerlegt die Vorstellung, dass Alkohol die Ursache für sexuelle Gewalt sei. Es zeigt, dass Alkohol in solchen Situationen zwar sehr häufig eine Rolle spielt, insbesondere auf Partys oder im studentischen Umfeld, dass er jedoch niemals die direkte Ursache ist. Bei etwa jedem zweiten Fall sexueller Gewalt hat der Täter Alkohol konsumiert, und ein erheblicher Anteil der Opfer hatte ebenfalls Alkohol getrunken, ohne dass ihnen dadurch jemals eine Schuld zugewiesen werden kann.
Rechtlich gesehen ist Alkohol weder eine Entschuldigung noch ein mildernder Umstand: Im Gegenteil, die Begehung einer Sexualstraftat unter Alkoholeinfluss stellt einen erschwerenden Umstand dar. Alkohol wirkt vor allem enthemmend und verstärkend: Er mindert die Selbstbeherrschung, schwächt Hemmungen und kann den Schritt zur Tat erleichtern, wenn bereits sexistische, gewalttätige oder dominanzorientierte Überzeugungen vorhanden sind.
Das Video hebt zudem hervor, dass sexuelle Gewalt gegen Kinder unterschiedlichen Ursachen unterliegt: Alkohol ist nicht immer ein unmittelbarer Auslöser, doch familiäre Kontexte, die durch problematischen Alkoholkonsum geprägt sind, erhöhen das Risiko erheblich. Prävention beruht daher auf individueller und kollektiver Eigenverantwortung, der Gewährleistung sicherer Festumgebungen und vor allem auf der Entwicklung psychosozialer Kompetenzen: Umgang mit Emotionen, Achtung der Einwilligung, Empathie sowie die Fähigkeit, Grenzen zu setzen oder anzuerkennen.