Dieses Video zeigt, dass Selbstvertrauen keine angeborene Eigenschaft ist, die nur wenigen Auserwählten vorbehalten ist, sondern eine Fähigkeit, die man sich im Laufe des Lebens erarbeitet und erlernt. Entgegen der landläufigen Meinung sind es weder Komplimente noch akademischer Erfolg allein, die ein nachhaltiges Selbstvertrauen ermöglichen, sondern vor allem die Entwicklung psychosozialer Kompetenzen.
In jedem Alter können geeignete Erfahrungen diese Grundlage stärken: für Kleinkinder sind dies Mikroerfahrungen sicherer Autonomie; für Kinder und Vorpubertierende kooperative Aktivitäten, Rollenspiele oder Räume für Diskussionen; für Jugendliche Instrumente wie das Forumtheater, die es ihnen ermöglichen, verschiedene Beziehungsformen zu erleben; für junge Erwachsene und Erwachsene Reflexionsgruppen, gemeinsame Entwicklung oder Praktiken, die Ausdruck, Anerkennung und Zuhören fördern.
Selbstvertrauen entsteht durch Handeln, Beziehungen und die Anerkennung der eigenen Gefühle, Grenzen und Fähigkeiten. Es lässt sich nicht verordnen, sondern wird im Rahmen von Bildung, Familie, Beruf und Gesellschaft gefördert, gestärkt und weitergegeben.
In diesem Sinne spielt die Aufklärung über Gefühlsleben, Beziehungen und Sexualität eine zentrale Rolle: Sie ermöglicht es Kindern, Selbstbewusstsein zu entwickeln, Ja und Nein zu sagen, Respekt einzufordern und andere zu respektieren. Die Stärkung des Selbstvertrauens legt somit den Grundstein für die langfristige Prävention von Gewalt und eine ausgewogenere Gesellschaft.